A-Jugend – Schützenfest verhindert besseres Ergebnis

Heute war ein besonderer Freitagabend. Zum einen startete das nur alle 2 jahre ausgetragene Osterather Schützenfest Zum anderen, musste die A-Jugend unter ungünstigen Umständen Ihr Meisterschaftsspiel vom letzten Wochenende nachholen. Und zwar in absoluten Notbesetzung.

So machten sich genau 8 Spieler der A-Jugend auf den Weg nach Essen-Überruhr um dort sich den Jungs aus Überruhr entgegenzustellen. Mit zwei Torwarten, wovon einer im Feld spielen musste, und sechs Feldspielern davon ein 2000er und ein 2001er war man sich schon von vornherein bewusst dass man ein Wunder benötigte um hier zwei Punkte mitzunehmen. Um es vorweg zu nehmen, das Wunder blieb selbstverständig aus.

Kurz vor Beginn des Spieles stand ein 13 köpfiges körperlich überlegenes Team aus Überruhr den Jungs des OTV bei der Begrüssung entgegen. Was dann aber in den nächsten 30 Minuten so auf dem Platz passierte bewegte sich nicht weit entfernt von diesem leidig benutzen Wort Wunder.

8 Osterather Spieler standen als Einheit auf dem Platz. Zeigten Einsatz und Willen um sich ordentlich aus der Affäre zu ziehen. Und das klappte tatsächlich. Auch wenn man sagen muss, das dabei die Jungs aus Überruhr mehr als notwendig mitgeholfen haben um den OTV stark zu machen. Und meine Jungs haben sich nicht bitten lassen und haben das Angebot der SGÜ angenommen. Und zwar spielerisch und kämpferisch.

Herausragend, zumindest für die Formation die heute angetreten war, war in diesen ersten 30 Minuten die gesamte Mannschaft und wurde nur noch durch einen überragenden Vincent Gauda, unserem Torwart, getoppt. Überruhr setzt leichtfertig und überhastet jede Menge Würfe neben das Gehäuse. Gefühlte 10 Würfe gingen komplett am Tor vorbei. Und Vincent entzauberte alleine 4 oder 5 hundertprozentige aus der Kurzdistanz. Ich glaube, selbst die OTV Jungs auf dem Parkett waren überrascht das man mehr oder weniger „einfach“ den Abstand zu Überruhr halten konnte. Und das sich ein 2000er mit einer tollen Einsatzleistung gleich zweimal auf die Strafbank setzten durfte muss man als Kompliment für die Mannschaft sehen. Denn sein direkter Gegenspieler, der Kreisläufer, hatte bestimmt die doppelte Masse als er selbst. Ich neige eher weniger zu euphorischen Gefühlsausbrüchen, aber diese erste Halbzeit, mit diesem Haufen jugendlicher A-Jugend Spieler war ein echt abgefahrenes emotionelles Erlebnis!

Jungs: „Saugeil“. Achja, ich vergass: Halbzeitergebnis 9:7 für Überruhr(!)

Nun, kommen wir wieder sofort zurück auf den Boden der Tatsachen. Die zweite Halbzeit begann, wie eigentlich schon die erste Halbzeit hätte beginnen müssen. Zumindest aus der Sicht von Überruhr. Die Jungs der SGÜ machten nun unmissverständlich klar, dass die erste Halbzeit unter der Rubrik „Betriebsunfall“ einzustufen war. Nun zogen die Halben Ihre Angriffe klar und schnörkellos durch. Ich kann mir vorstellen dass dem Trainer-Gespann der SGÜ ein Stein vom Herzen fiel aufgrund der offensichtlichen Leistungsexplosion. Eine Angriffswelle nach der anderen wurde nun bis zum Ende durchgezogen und erfolgreich abgezogen. Die Jungs vom OTV mussten dem Geschehen zuschauen. Die Kraft wurde weniger und man kam nie rechtzeitig in die notwendige Abwehrformation. Es kam so wie es kommen musste. Die Kondition schwand, danach die Konzentration und dann auch ein wenig die Motivation. Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit reichten der SGÜ um die erste Halbzeit vergessen zu machen. So stand es ruckzuck 20:9. Eine mehr als frühzeitige Entscheidung war somit gefallen. Danach fing sich der verwegene OTV Haufen wieder ein wenig und konnte ein paar Spielanteile zurückgewinnen. Dem Umstand geschuldet, das die SGÜ vielleicht die Zügel nochmals etwas schleifen ließ, nutzen die OTV Spieler um das Ergebnis zu schönen. In einem nach 35 Minuten doch deutlich verloren Spiel trennte man sich in einem äußerst fairen Spiel mit 33:19.

Man muss als Trainer-Team der Mannschaft die heute sich diesem Spiel gestellt haben ein großes Kämpferherz bescheinigen. Und die ersten 30 Minuten werden dem einen oder anderen Spieler, auch von der SGÜ, noch etwas länger in Erinnerung bleiben. Die Jungs vom OTV freuen sich schon heute auf das Rückspiel gegen die Jungs von Überruhr. Denn alle sind jetzt schon gespannt darauf wie das Duell unter anderen Umständen, also mit voller Bank und allen Leistungsträger, ausgehen kann und wird. Selten hat eine Niederlage so viele Erkenntnisse gebracht. Und Spass!

Am heutige Motivationsabend nahmen teil:
Gauda (TW); Kessler (5); Hümsch; Hoff (3); Oelschläger (6); Rademacher (3), Rübsam; Lüttger (2)