A-Jugend – Nur eine Top Halbzeit reicht leider nicht

Heute ging es zum entferntest liegenden Auswärtsspiel der HVN Oberliga Saison. In einem Mannschaftsbus zog eine Mischung aus Spielern, Eltern und Fans nach Radevormwald. Der Spielort selbst war den meisten Spielern noch von dem Oberliga Relegationsturnier bestens bekannt. Zudem hatten die OTV Jungs die Begegnung gegen die Mannschaft aus Radevormwald im OTV Dome vor 4 Spieltagen noch gut in Erinnerung.

Lucas Scheidt

Trotz Manndeckung einfach ‚unstopable‘. Lucas Scheidt

Bereits in der Relegation nahmen die Jungs aus Rade unseren Spielmacher von Beginn an kurz. Und genauso diese Variante erwartete das OTV Trainerteam auch im Rückspiel. Dementsprechend hatte man verschiedenste Sperrvarianten in der Mannschaft angesprochen und in den Köpfen der Spieler verankert. Und tatsächlich sollte es genauso kommen. Rade nahm von Spielbeginn unseren Aufbau raus. Und dann geschah etwas was man als Trainer sich zwar immer erträumt und doch dann nicht erhält. Alle einstudierten Sperrvarianten zogen! Und wie! Die Mannschaft setzte alle Details, aber auch wirklich alle, dermaßen präzise um, dass man fast ungläubig staunen musste. Jeder Versuch unseren Spielmacher auszuschalten ging schief. Die Sperren sitzen wie ein Spitzenanzug. Eine Sperre ist ja schon die eine Sache, aber die Mannschaft steckte noch einen drauf und entschied intuitiv immer richtig und reagierte auf die Bewegung der Heimabwehr. Und jede im Vorfeld des Spiels angebotene Entscheidungshandlung wurde vom OTV gezogen. Es war dermaßen taktisch überragend das aus den Sperraktionen by the way eigene Angriffskonstellation kreiert wurden. Jede Sperre zog einen herausgespielten Torerfolg für den OTV nach sich. Statt den OTV zu schwächen punkten die OTV Jungs nach Belieben. So führte der OTV trotz Manndeckung mit 8:14.

Ungläubiges Staunen auf Bank und im Publikum machte sich breit.Das was man da sah war eine sensationelle taktische Leistung der gesamten OTV Mannschaft. Doch die Jungs aus Rade gaben nicht auf und konnten bis zur Halbzeit noch auf ein 15:17 verkürzen.

In Halbzeit zwei brach die OTV Abwehr dann komplett ein. Nun war der Zeitpunkt der Rückraumspieler von Rade gekommen. Einmal auf der Rille tanzten Sie die OTV Abwehr nach Belieben aus. Der OTV fand einfach keine Mittel gegen die hochgewachsenen Rückraumspieler die aus allen Lagen ballerten. Und der Ball fand laufend sein Ziel. Zwar konnte der OTV weiterhin Tore erzielen aber nicht in der gewünschten Menge. Die Außenspieler des OTV hatten einen richtig gebrauchten Tag und konnten nur 3 Tore zum Ergebnis beisteuern. Das war in der Summe viel zu wenig. So wurde die Zweite Halbzeit eine deutliche Sache für Radevormwald. Das Spiel endete mit einem ungefährdeten 36:31 für die Hausherren.

Fazit: Eine taktische hervorragende erste Halbzeit hat nicht für mehr als eine fette Erwähnung in diesem Bericht gereicht. Wenn man es verpasst seine eigene Abwehr zu stabilisieren hat man gegen ein solches Rückraumübergewicht keine reale Chance ein offenes Spiel zu gestalten. Schade. Mund abwischen und weiter gehts.

Eine solch disziplinierte taktische erste Halbzeit habe ich selten gesehen!

Es spielten: Hümsch, Cramer, Hoff, Reinecke, Nix, Scheidt, Gauda, Rademacher, Lortz, Rübsam, Lüttger, Linssen, Mörsel.