A-Jugend – OTV zeigt sensationelle Leistung in Halbzeit Zwei!

Am heutigen Sonntag empfing die A-Jugend die Wölfe NordRhein im OTV Dome. Das Rückspiel wurde mehr oder weniger verdient am 18 Dezember 2016 mit 29:26 in Duisburg verloren. Und die Vorzeichen für das Rückspiel hätten besser aussehen können. Der Stamm Rechts Außen war auf Grund eines privaten Termin verhindert und sein BackUp ging körperlich angeschlagen in die Partie.

So musste der Backup des Halb Linken heute als Rechts Außen ran. Ansonsten gab es keine sonderlichen Veränderungen seitens der Heim Mannschaft. Allerdings war man etwas überrascht, dass mit dem Anpfiff nur 7 Wölfe auf der Platte standen und nur zwei Spieler auf der Ersatzbank Platz nahmen.

Nun, dieses minimale Aufgebot seitens des Gastes sollte erstmal reichen um den OTV mehr als deutlich vor Probleme zu stellen. Die Wölfe verstanden es optimal Ihre Angriffe auszuspielen und geschickt in Tore umzuwandeln. Der OTV kam kaum aus dem berühmt berüchtigten „Quark“. Viele technische Fehler und viele Fehlwürfe sorgten dafür dass man sich in Halbzeit kaum vom Gegner ergebnistechnisch absetzen konnte. Stellvertretend mögen hier Spieleröffnungen herhalten während der man den Ball einfach nicht zum Abschluss brachte da sich laufend Fangfehler einschlichen. Zum Glück glichen sich die Wölfe in Halbzeit dem niedrigen Spielniveau der Osterather Jungs an.

Erst mit der Beendigung der ersten 30 Minuten konnte sich der OTV ein kleines zwei Tore „Pölsterchen“ anhäufen. Es gibt wesentlich bessere Handball Spiele: Sogar in der Kreisklasse! So ging es mit einem 9:7 zum Pausentee.

Danach sollte sich alles ändern!

Einige Zuschauerstimmen ließen gar nichts Gutes erahnen. Während der Halbzeit bekam das Rudel Zuwachs. Drei zusätzliche Spieler stießen zu Ihrer Mannschaft. Der Meldebogen begann sich seitens der Wölfe zu füllen. Auf Grund der gezeigten fragilen Leistung des OTV ein äußerst ungünstiges ja sogar bedenkliches Zeichen.

Tim Cramer

Tim Cramer mit einem starken Einstand

Dann startet Halbzeit Zwei. Und das Staunen seitens der Zuschauer und der Trainer nahm seinen Lauf. Die Osterather Jungs, jetzt mit Tim Cramer als Mittelaufbau wie den Halben Lucas Scheidt auf Halb Links wie Lennart Kessler auf Halb Rechts gaben dem Angriff die notwendige Struktur die in Halbzeit Eins so vermisst wurde. Reihenweise wurden nun die Angriffskonzepte zum Erfolg gebracht. Oder man fand endlich die Nebenleute die auf den vorher vermissten Raum erspielt bekamen um endlich erfolgreich abzuschließen.

Eigentlich gehören zu einem Handballspiel immer zwei Mannschaften. Normal. Aber heute nicht. Die Wölfe bekamen in den ersten 15 Minuten nicht einen Fuß respektive Hand an das Spielgeschehen. Die Wölfe fanden 15 Minuten keine Chance den Ball im OTV Tor unterzubringen. Und das hat zahlreiche Gründe. Entweder war für das Rudel an der OTV Abwehr Ende im Gelände. Oder wenn man doch einmal durch die Abwehr kam, wuchs heute Gewinner-Faktor Nummer Zwei über sich hinaus: Vincent Gauda schien 15 Minuten für das Rudel unüberwindbar.

Vincent Gauda

Heute mit einer bärenstarken Leistung: Vincent Gauda

7 Meter? Kein Problem. Durchbruch auf Halb Links? Ja und? Kein Problem. Mal ein eingestreuter Wurf von Außen? Gerade mal keine Gefahr. Wenn nicht mit Gewalt dann halt per Heber? Nö. Keine Chance.

Das Wölfe Rudel konnte erst in der 45 Minute(!) Ihr erstes Tor in Halbzeit Zwei zum zwischenzeitlichen 16:8 im Tor des OTV unterbringen. Hier war aber bereits eine kleine Vorentscheidung gefallen. Selbstredend das diese mannschaftliche geschlossene Leistung des OTV in den eigenen Reihen nochmals Energie freisetzte. Misslungene Angriffe der Wölfe wurden weiterhin konsequent und effektiv in Tore umgewandelt. Es gab kaum ein Bruch im Spiel des OTV. Ganz im Gegenteil, man baute den Vorsprung weiterhin aus als wäre es das leichteste der Welt. Den Wölfen blieb nur noch die passive Rolle des Zuschauers. Bereits 8 Minuten vor Spielende konnte man in den Gesichtern einiger Gäste Akteure erkennen, dass die ersten dem Spiel friedlich freundlich „Adieu“ sagten.

Auch die Hereinnahme der nachträglich angereisten Spieler brachte im Nachhinein betrachtet keine wesentliche Verbesserung. Der OTV stand einfach richtig, machte im Gegenzug kaum spielrelevante Fehler und den Rest erledigten die heute, in Halbzeit Zwei, indisponierten Gäste selbst. Der OTV gewinnt die heutige Partie unerwartet deutlich aber aufgrund der gezeigten Leistung in Halbzeit Zwei verdient mit einem unglaublichen 26:14(!)

Fazit Der Gast war in Halbzeit Zwei hoffnungslos unterlegen. Und das gegen eine wie in Trance spielende Osterather Mannschaft. So ein Spiel wie heute, zumindest in Halbzeit Zwei, wird man in Osterath nicht so schnell vergessen. Genauso wenig werden sich die Wölfe nochmals so die Blöße geben. Glückwunsch an die Jungs vom Osterather TV. Sensationelle zweite Halbzeit!

Es spielten:
Kessler (9), Hümsch, Cramer (1), Hoff (4), Reinecke, Oelschläger (1), Scheidt (9), Gauda, Rademacher, Lortz, Rübsam (1), Lüttger, Linssen (1), Mörsel.